Geschichte

Der Beginn

In den 60er Jahren lebten ca. 1000 Katholiken in unserem Gemeindegebiet, die von der katholischen Burgdorfer Gemeinde und der Langenhagener Gemeinde seelsorgerisch betreut wurden. Der Burgdorfer Pfarrer Bernward Breitenbach setzte sich mit dem Kirchenvorstand, dem auch schon Burgwedeler angehörten, in Hildesheim für den Kirchenbau in Großburgwedel ein. 1964 hatten die Bemühungen Erfolg, und am 5. Juni 1965 erfolgte die Grundsteinlegung. Der hannoversche Architekt Karl-August Muth bekam die Planung übertragen. Die Innengestaltung übernahm für die Fenster mit dem Kreuzweg Diakon Claus Kilian, Braunschweig und für Altarkreuz, Tabernakel und Leuchter aus Bronze Norbert Labens, Hannover. Die neue Kirche wurde nach dem Konzil und in der Regierungszeit Papst Paul VI. bewusst dem Apostel Paulus geweiht. Bischof Heinrich Maria Jansen aus Hildesheim erteilte am 5. Februar 1966 der Kirche im Mennegarten die Liturgische Weihe. Bis 1969 wurde die Gemeinde von den Burgdorfer Priestern betreut. Erst am 8. November 1969 konnte St. Paulus mit Pfarrer Martin Min den ersten eigenen Seelsorger begrüßen. Im November 1972 war das Pfarrhaus bezugsfertig.

Weitere Entwicklung

Das Pfarrheim wurde 1978 erweitert und dann 1999 um jeweils zwei Gruppenräume, einer Küche und Sanitärräume vergrößert. Pfarrer Martin Min wurde 1979 nach Celle versetzt, ihm folgte für 10 Jahre Pfarrer Raimund Mock. Danach leitete Pfarrer Eberhard Wester bis Ende 1991 die St. Paulus Gemeinde. In den ersten Monaten des Jahres 1992 hielt Pfarrer Lodzig die Gottesdienste, bis im September 1992 Pfarrer Hubert Schultz bei uns eingeführt wurde. Nach 21 Jahren in St. Paulus Großburgwedel ging Pfarrer Hubert Schulz zum 1.7.2013 in den Ruhestand. Sein Nachfolger in der Gemeindeleitung ist ab 1.8.2013 Martin Karras, Pfarrer in St. Nikolaus in Burgdorf. Er erhält Unterstützung von Ivan Mykhailiuk, einem katholischen Priester mit Familie aus der Ukraine. Pfarrer Martin Karras behält gleichzeitig seine Gemeinde in Burgdorf. Dort wird er auch weiterhin wohnen bleiben. In das Pfarrhaus von Großburgwedel zieht Pastor Ivan Mykhailiuk ein, mitsamt seiner Frau und den beiden Kindern. Er ist Priester der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche und vom Erzbistum Lemberg für die Arbeit im Bistum Hildesheim freigestellt. Seine Kirche ist seit 1593 mit Rom uniert, bildet eine Teilkirche der katholischen Kirche und steht in Einheit mit dem Papst.

Heute

Die Priester dieser Kirche können nach geltendem Kirchenrecht vor der Priesterweihe heiraten. Ivan Mykhailiuk kam 1996 als Student nach Deutschland, erlernte die Sprache und führte sein Studium der Theologie in Frankfurt fort. Während des Studiums heiratete Mykhailiuk. Nach seinem Studium wurde er in der Ukraine zum Priester geweiht und arbeitete einige Jahre als Seelsorger in seinem Bistum. Er ist seit 2009 Priester in St. Petrus in Wolfenbüttel. Der 44-Jährige wird in der Krankenhausseelsorge für das St. Vinzenzkrankenhaus in Hannover mitarbeiten. Zugleich unterstützt er Pfarrer Martin Karras in seiner Gemeindearbeit.  Juni 2014 - Aus gesundheitlichen Gründen hat Pfarrer Martin Karras die Bistumsleitung gebeten, ihn von der Gemeindeleitung in Burgwedel zu entpflichten. Die Bistumsleitung hat dem Wunsch entsprochen. Pfarrer i.R. Hans-Joachim Osseforth wurde am 15.6.2014 Pfarrverwalter für St. Paulus. Der 71-jährige Pfarrer Osseforth hat bis November 2013  17 Jahre lang die katholischen  Gemeinden  in  Ronnenberg und Empelde geleitet. Sein Einsatz in St. Paulus ist bis August 2015 befristet. Sein Nachfolger als Pfarrverwalter ist ab 04.10.2015: Pfarrer Hartmut Lütge, Pfarrer in der Kirchengemeinde St. Maria Immaculata, Mellendorf Wedemark

Die Gemeinde hatte am 1.1.2017  3769  Mitglieder